Eckwerte vereinbart:
Karmann Betriebsparteien
einigen sich über weiteres Vorgehen


· Transfergesellschaft wird Arbeit fortsetzen
· Finanzielle Ausstattung des Sozialplans auf dem Niveau 2007
· Abbau von 870 Planstellen weiterhin unerlässlich, aktuell aber nur 500 Kündigungen notwendig

Osnabrück, 07.01.2008 – Die Betriebsparteien haben sich auf Eckwerte im Rahmen des Interessenausgleichs und Sozialplans der Wilhelm Karmann GmbH geeinigt. Das endgültige Gesamtpaket soll noch im Januar verabschiedet werden.

Wie vor einem Jahr wird eine Transfergesellschaft den gekündigten Mitarbeitern den Über­gang in ein neues Beschäftigungsverhältnis erleichtern. Damit knüpfen die Betriebsparteien an die guten Ergebnisse an, die von der Transfergesellschaft Schaffer Service GmbH in 2007 erbracht wurden.

Der finanzielle Ausgleich für den Verlust des Arbeitsplatzes wird für die betroffenen Mitarbeiter auf einem annähernd gleichen Niveau wie 2007 erfolgen.

Im Interesse einer wettbewerbsfähigen Beschäftigungsstruktur haben sich die Betriebsparteien bei der Sozialauswahl auf die Anwendung von Altersbändern geeinigt.

Das Unternehmen hatte am 01. Oktober 2007 angekündigt, aufgrund von Produktions­kürzungen im Unternehmensbereich Fahrzeugbau insgesamt 870 Stellen in Osnabrück streichen zu müssen. Daran hat sich bis heute nichts verändert. Allerdings beeinflussen aktuelle Änderungen der Produktionsplanung der Kunden die zeitliche Verteilung des Stellenabbaus. Im Januar müssen dementsprechend rd. 580 Planstellen im Rahmen des jetzt entstehenden Sozialplans abgebaut werden. Aufgrund zwischenzeitlich eingetretener Personalveränderungen sind davon nur noch rd. 500 Kündigungen auszusprechen. Der Abbau der dann noch verbleibenden 290 Planstellen wird im Herbst 2008 stattfinden. Alle zukunfts­bezogenen Zahlen stehen allerdings unter dem Vorbehalt möglicher unternehmerischer Entwicklungen, die heute noch nicht ersichtlich sind.

Ab dem 7. Januar 2007 werden die zu kündigenden Mitarbeiter von ihren jeweiligen Vorge­setzten informiert. Gleichzeitig wird der Betriebrat in Osnabrück die Kündigungslisten bearbei­ten. Erst dann kann die offizielle Kündigung durch das Unternehmen ausgesprochen werden. Die betroffenen Mitarbeiter werden dann anschließend durch die Schaffer Service GmbH hinsichtlich ihrer Berufsmöglichkeiten eingestuft (Profiling) und erhalten ein Angebot, in die Transfergesellschaft zu wechseln. Die betroffenen Mitarbeiter können sich dann bis Ende Januar entscheiden, ob sie das Angebot annehmen wollen.

Die Sozialplanverhandlungen in Rheine werden unabhängig von der Entscheidungsfindung in Osnabrück fortgesetzt. Mit einem Abschluss der Verhandlungen ist im Frühjahr 2008 zu rechnen.






Wilhelm Karmann GmbH
Karmannstraße 1
49084 Osnabrück
PR-Tel.: 0541-581-2230

 
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